Danke und Auf Wiedersehen

mit diesen Worten habe ich mich beim letzten Heimspiel kurz und bündig verabschiedet. Voller Emotionen hätte ich nichts mehr «rausgebracht» und vor allem die Hälfte vergessen. Mir ist es aber wichtig, noch mit diesem offenen Brief Abschied zu nehmen.

Liebe FC Buchs Familie,
Alle schönen Dinge gehen mal vorbei. Das unendliche gibt es auch im Fussball nicht, auch wenn ich es mir gewünscht hätte. Seit Jahren hatte ich Angst vor diesem Abschied und schaute diesem mit Wehmut entgegen. Für mich war seit dem Abstieg im ersten Jahr klar, dass ich in einem besonderen Verein als Trainer arbeiten darf. Darum wusste ich auch, dass mir der Abschied schwerfallen wird und dem ist auch so.

Ich habe im Verein von Anfang tolle Menschen kennengelernt, die den Verein - mit Einsatz, Herzblut und Respekt - zu dem gemacht haben, was er heute ist. Genauso habe ich dann auch für den Verein gearbeitet. Ich war und bin ein ehrgeiziger junger Mann der noch nie gut verlieren konnte. Im Gegenteil, ich war immer einer der das «Resultat» und den «Erfolg» vor alles andere gestellt hat. Hier habe ich gelernt, dass es in einem regionalen Verein nicht nur um Sieg oder Niederlage geht, sondern um viele andere Dinge, wie der Respekt, das Wachsen, das Vereinsleben etc. Dafür habe ich mich dann auch stets eingesetzt, denn schlussendlich lebt ein regionaler Verein wie unser FCB von Menschen, die mit Herzblut alles für das Wohl des Vereines geben. Das haben wir alle gemeinsam gemacht und dann spielt es auch keine Rolle in welcher Liga man spielt, sondern wie stark man sich mit dem Verein identifiziert und sich für dessen Wohl einsetzt.
Für mich waren es sechs sehr intensive Jahre. Es ging, ausser in einer Saison, immer um Aufstieg oder Abstieg. Das kostete enorm viel Energie und Nerven, aber es machte die Aufgabe natürlich auch sehr interessant. Nach dieser intensiven Zeit bin ich aber doch ein wenig müde und freue mich auf eine Auszeit. Den Fussball werde ich natürlich vermissen, mehr als Spieler, weniger als Trainer. Wenn meine Batterien wieder aufgeladen sind, geht es dann für mich sicher als Trainer weiter. In dieser fussballfreien Zeit werde ich meine Familie, die freien Abende und Wochenende geniessen. Ich werde dem FC Buchs treu bleiben, sei es bei den Senioren, als Supporter oder als erster und grösster Fan. Buchs wird immer ein Teil von mir sein. Ich hatte nie einen Stammclub, jetzt habe ich endlich einen und dieser ist dazu noch der beste in der Region! Dafür bin ich allen sehr dankbar.

Der Mannschaft und meinem Nachfolger und besten Freund Raphi wünsche ich weiterhin nur das Beste!

Zum Schluss möchte mich ganz speziell bedanken;
Danke…
… Rolf Bleisch, dass Du als Sportchef an mich geglaubt hast und mir im 2012 diese Chance gegeben hast.
… lieber Jack, dass Du als Präsident und dann als Ehrenpräsident immer hinter mir gestanden bist und alles für mich gemacht hast.
… Präsi Walter, für Dein Vertrauen, Deine Geduld mit mir und Deine stetige Unterstützung, egal wie die Resultate waren.
… dem ganzen Vorstand, die den Verein zu dem machen, was er ist. Die Zusammenarbeit mit Euch war stets positiv. Besonders erwähnen muss ich hier meinen Tennis-kameraden Tino und meinen Freund (du wirst es nicht zugeben) Cello. Was ihr seit Jahren für den Verein leistet, ist lobenswert und ihr wart für mich stets Vorbilder in Bezug auf den Einsatz für den FC Buchs.
… René, dass Du die ersten fünf Jahren mit mir alles für den Verein gegeben hast, mir vertraut und immer unterstützt hast, in guten sowie in schlechten Zeiten.
… Andi, meine bessere Hälfte auf dem Fussballplatz. Unglaublich was Du in den letzten acht Jahren alles für den Verein gemacht hast. Zuerst als Torhüter und dann als mein Co Trainer. Schön einen guten Freund wie Dich gefunden zu haben. Du bist einfach ein mega Typ!!!
… meinen Staff; Zanggi, Bondi, Nicole und Mario. Dazu noch Ivan und Silvia. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich gewesen.
… jedem einzelnen Spieler, welcher für die Mannschaft und den Verein alles gegeben hat. Ein besonderes Lob den Spielern, die mich mehr als drei Jahre als Trainer ausgehal-ten haben. Ich selber hätte dies als Spieler wohl niemals geschafft. Unser Verhältnis miteinander war immer sehr respektvoll, egal wie es sportlich gelaufen ist. Es sind viele Freundschaften daraus entstanden wo mich für immer bereichern werden.
… allen Junioren- und Aktivtrainern, die uns vom «Eins» immer unterstützt und uns in allen Bereichen immer den Vorrang gelassen haben.
...den Supporter, angefangen von den Präsidenten Hans und Geni, welche mich und die Mannschaft zu jeder Zeit voll unterstützt haben.
… den treuen Zuschauern und Fans, der Südkurve und der Westtribüne und Allen, welche uns bei den Spielen lautstark unterstützt und uns immer respektiert haben….egal wie wir gespielt haben.
… den anderen Werdenberger Vereinen, die auch ihren Beitrag dazu geleistet. Es war schön zu sehen, dass es sich in den letzten Jahren mehr zu einem «miteinander» entwickelt hat.
… an meine Eltern und meinen Bruder, welche stets an meiner Seite waren und kaum ein Spiel verpasst haben!
… zu guter Letzt. Danke ich meinem Schatz, welche über Jahre meine Laune nach den Trainings und Spielen aushalten musste und mich immer in allem unterstützt hat.

Ich hoffe ich habe niemand vergessen, ansonsten seid mir bitte nicht böse!
Wie der grosse Trap mal sagte; Ich habe Fertig 
Hopp Buchs, für immer und ewig.

Danke und auf Wiedersehen
Cecco Clemente