FC Bad Ragaz – FC Buchs 4:1 (1:1)

FC Bad Ragaz – FC Buchs 4:1 (1:1)

Samstag, den 02. Juni 2017;
Sportplatz Ri-Au, Bad Ragaz, ca. 300 Zuschauer

FC Buchs: Calouri, Solinger (57. Sturzenegger), Schlegel P., Ventura, Andrade, Gadient, Rohrer R., Grob (62. Hanselmann), Schlegel C., Rohrer K., Clemente (81. Kalberer)

FC Buchs ohne Vuleta, Giger, Selimi,
4 x Gelb Bad Ragaz, 1 x Rot Buchs

Tore: . 5. 0:1 Schlegel C.; 43. 1:1 Bigger; 69. 2:1 Kunfermann; 79. 3:1 Stieger (Penalty); 92. 4:1 Kunfermann

„An Tagen wie diesen....

(ah) ...wünscht man sich Unendlichkeit“, heißt es in einem bekannten Lied. Dieser Tag fühlte sich aus Buchser Sicht wohl eher an wie die Unendlichkeit. Es war eigentlich alles angerichtet für ein großes Fest in Bad Ragaz. Der Leader kam zum Letzten, eigentlich eine klare Sache müsste man meinen. Aus Buchs war ein Bus voller Fans angereist um an diesem Tag den Titel zu feiern und ein Stück Klubgeschichte mitzuschreiben.

Und es begann alles so, als hätte ein Buchser das Drehbuch geschrieben. Es waren noch nicht einmal 5 Minuten gespielt, schon zappelte der Ball im Netz von Bad Ragaz und Buchs umjubelte die frühe Führung durch Cyrill Schlegel. Buchs kontrolliert fortan das Spielgeschehen und kam in den nächsten Minuten zu weiteren Chancen, konnte diese jedoch nicht in Zählbares ummünzen. Bad Ragaz versuchte defensiv alles dicht zu machen, um dann über schnelle Gegenstösse das Glück zu suchen. Dem FC Buchs gelang es in den ersten 40 Minuten, diese früh abzufangen und so landeten viele Bälle der Ragazer im Leeren und der FC Buchs versucht sich wieder im Spielaufbau. In der 42. Minute jedoch sollte sich das Blatt wenden. Ragaz eroberte in der Defensivzone den Ball und führte den Ball zielstrebig in die Offensive bis Bigger allein vor Calouri auftauchte und gekonnt zum 1:1 einschob. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.

Nach der Pause versuchte Buchs wieder die massive Abwehr der Ragazer spielerisch zu knacken und brachte in der 58. bzw. 62. Minute mit Sturzenegger und Hanselmann frische Kräfte ins Spiel. Ragaz verteidigte weiter diszipliniert mit jedem Mann. Chancen nach vorne ergaben sich jedoch kaum. Auf Seiten des FC Buchs konnten einige Halbchancen verbucht werden, richtig zwingend wurde es jedoch nicht. Der FC Bad Ragaz verbuchte dann mit dem 2. Vorstoss den ebensovielten Treffer. Kunfermann setzte sich gegen die Buchser Abwehr durch stellte in der 69. Minute auf 2:1. Buchs versuchte zu reagieren und spielte fortan mit etwas mehr Nachdruck nach vorne. Daraus ergaben sich auch einige Chancen. Gadient prüfte den Ragazer Schlussmann mit einem Weitschuss, nach einem Eckball klärte ein Ragazer Spieler auf der Linie und ein anderes Mal verhinderte die Latte den Ausgleich. Buchs wollte in dieser Phase der Ausgleich einfach nicht gelingen. Und so kam es wie es kommen musste. Ein weiter Abschlag führte zum nächsten Ragazer Angriff. Pascal Schlegel brachte, den aufs Tor stürmenden Stürmer zu Fall. Die Konsequenz war die rote Karte und ein Elfmeter. Stieger lies sich nicht zweimal bitte und verwandelte zum 3:1. Dies war der endgültige Nackenschlag für den FC Buchs. Dieser versuchte zwar noch sich aufzubäumen, aber an diesem Tag wollte es einfach nicht gelingen und so kam Ragaz in der Nachspielzeit noch zum 4:1 und bejubelte natürlich den Heimsieg gegen den Leader umso mehr.

Dieses Spiel war wieder einmal der Beweis dafür, dass der Fussball seine eigenen Gesetze hat. Vielleicht ist es auch genau diese Unberechenbarkeit, die das Spiel so faszinierend macht.

Nach dem Spiel war die Enttäuschung bei Spielern und Fans des FC Buchs sichtlich zu spüren. Es waren teilweise sehr emotionale Momente dabei. Das Schöne an diesem Verein ist jedoch, dass diese Emotionen schon nach kurzer Zeit wieder in ein großes „MITEINANDER“ übergingen. Fans und Mannschaft fuhren gemeinsam nach Buchs um dort miteinander zu essen, das Championsleaguefinale zu schauen und vielleicht auch noch über die eine oder andere Situation im Spiel zu diskutieren. Der gemeinsame Tenor der überall zu hören war: „Jetzt erst RECHT. Diese Mannschaft und dieser Verein hat den Aufstieg verdient. Jetzt sammeln wir nochmal alle Kräfte zusammen und werden die nächste Woche alles geben um das große Ziel zu erreichen. Wir haben noch alle Trümpfe selber in der Hand.“

HOPP BUCHS